Amtsblatt
Artikel aus dem Amtsblatt der VG Straußfurt Riethnordhausn betreffend. Die Einträge reichen zurück bis ins Jahr 2010.
Archiv https://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jpjournal_00001619
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- Geschrieben von: Dieter Domann
- Amtsblatt Nummer: 07/2010
Das Baugeschehen ist in den 70er Jahren sehr rege. Der Staat finanziert über das sogenannte sozialpolitische Programm viele Vorhaben der Bürger und Gemeinden. Dies wird im Ort sehr genutzt, zumal hier viele Maurer und andere Bauleute wohnen. Deshalb wurde früher Nurzen als Maurerdorf genannt. Mehrere Feierabendbrigaden sind nach Feierabend ständig am Wirken. Die Betonmischer und Maurerkellen ruhten nicht.
Wohnbauten: Von 1971 - 1982 32 Eigenheime, davon 12 Wohnheime in der Schwanseer Siedlung, 48 Um- und 42 Ausbauten sowie der Ausbau der Wohnung im „Backs“.
Straßenbau & Gehwegbau: Untere Dorfstraße u. Walschlebener Straße und andere Wege und Straßen, einschließlich der Gehwege. In Vorbereitung des Baues der Zentralen Wasserleitung wurden in mehreren Gassen Kanalisationsrohre durch die anliegenden Bürger verlegt.
Gemeindebauten: Neubau des Westflügels und Ausbau des Kindergartens-Ausbau der Kinderkrippe im 1. Stock-Umbau in der alten Schule in Jugend- und Rentnerzimmer, später Trennung. Die Jugend erhält das alte FFW-Gerätehaus - Ausbau einer alten Scheune zum FFW-Gerätehaus - Annahmestelle für Dienstleistungen - Bau des Sportlerheimes und Planierung des „kleinen Sportplatzes“ - Um- und Ausbau der Gemeindeschwesternstation mit Arztpraxis - Erweiterung der Schulküche - Renovierung des Kulturhauses - Bau der Bus-Wartehalle - Garagenbau in der „Eulenburg“.
Rassegeflügelzüchter erweitern ihre Anlage und bauen das Spartenheim - die LPG baut Schweineställe und erweitert die Technik. Der Dorfgraben wird saniert, ebenfalls einige Dorfbrunnen. Im „Neubau“ entstehen 10 Wohnungen.
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- Geschrieben von: Dieter Domann
- Amtsblatt Nummer: 06/2010
Am 30.4. folgten 35 Männer bzw.Frauen dem Ruf, ihr Blut für einen notwendigen Zweck zu spenden, darunter war ein Erstspender. 35 Konserven konnten abgenommen werden.
H. Kippel und M. Kraft erhielten die Nadel für die 25. Spende. Anschließend kamen alle Spender infolge der gebotenen Speisen und Getränke wieder „zu Kräften“. Dank allen Blutspendern, werbt weitere Erstspender!
Der nächste Blutspende-Termin ist am 09.Juli 2010!
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- Geschrieben von: Dieter Domann
- Amtsblatt Nummer: 06/2010
Schon am frühen Vormittag erlebte der Sportplatz und sein Umfeld ein Gewimmel von Menschen, in FFw-Uniform und in Zivil, der kleine Platz stand voller Fahrzeuge und auf dem Spielfeld waren Pumpen, Geräte und Schläuche aufgebaut. Die Feuerwehren des Bereiches West führten nämlich ihren Bereichsausscheid durch. Sie sollten in ihren Übungen einen möglichen Ernstfall simulieren. Bürgermeister Hieber eröffnete den Wettbewerb, begrüßte alle Teilnehmer, Wertungsrichter und Gäste und wünschte allen einen vollen Erfolg.
Danach erlebten wir die Löschangriffe der einzelnen Wehren, die mit Eifer und Geschick den vermeintlichen Havarien zu Leibe rückten. Es dauerte bis in den späten Nachmittag, ehe das umfangreiche und anstrengende Programm abgewickelt war. Den ganzen Tag über sorgten mehrere Teams für die Versorgung der Teilnehmer und Gäste. Kurt Henne meinte:“Ich habe noch nie soviel Kaffee in meinem Leben wie heute gekocht-über 400 Liter!“ Erhard und seine Leute hielten ein umfangreiches Angebot an Suppen, Bratwürsten, Fisch- und Gehacktes-Brötchen u. a. bereit. Die Frauen der FFw- Kameraden hatten im Vereinsraum viel leckeren selbst gebackenen Kuchen sowie Kaffee im Angebot.
Nach dem anstrengendem Ausscheid zeichnete der Kreisbrandinspektor die Wehren aus: Die Besten waren Elxleben, Haßleben und Vehra. Riethnordhausen kam über 4. Plätze nicht hinaus. Aber einen Höhepunkt erlebten die Unsrigen doch:Bürgermeister Hieber stellte offiziell das Einsatzfahrzeug „Nurzen 112“ in Dienst. Es war aus einem alten Trabi entstanden, und dient heute der Jugendfeuerwehr als Übungsobjekt. Jugendwart Knut Kosbab ist darauf stolz, denn so eben haben sich fünf Jugendliche unter zehn Jahren für die Jugendfeuerwehr angemeldet. Dies ist sehr wichtig. den in ihr wird die Wehr für die Zukunft herangebildet.
Am Abschluss dankte unser Bürgermeister allen für das gute Gelingen dieser Veranstaltung, den Teilnehmern, dem Veranstalter und der Gastronomie. Er sichert den „Kleinen und Großen“ unserer FFw volle Unterstützung für die Ausbildung, die Erhaltung und Vervollkommnung zu.
Das wunderbare Wetter hatte viele Gäste zur Veranstaltung angelockt. Die vielen Übungen, auch mit kleinen Pannen, erfreute sie und „Hunger und Durst“ konnten stets gestillt werden. Und das währte noch einige Stunden danach - mit Musik.
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- Geschrieben von: Dieter Domann
- Amtsblatt Nummer: 06/2010
Die GR-Sitzung im April währte nicht lange, war aber sehr wichtig.
Mehrere Bauvorhaben wurden vergeben, wie der 2. Bauabschnitt des Hopfgartenweges. Die Ausgaben für die Investitionen liegen im Rahmen des Haushaltsplanes.
Übrigens fließt die Schmale Gera wieder in ihrem alten Bett und die Abwasserleitung von Riethnordhausen nach Straußfurt wird in Angriff genommen.
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- Geschrieben von: Dieter Domann
- Amtsblatt Nummer: 06/2010
Das Kulturleben ist weiterhin vielfältig und viele Einwohner beteiligen sich daran. Im April 1970 tritt ein 80 Mann starkes Ensemble auf, einschließlich sowjetischer Sänger und Musikanten. Das Programm, verstärkt durch Gymnastikgruppe, wird auch auf der Agra in Leipzig-Markleeberg und in unseren Nachbarorten aufgeführt. 1971 sind Jägerfest und Fasching wieder gut besucht, ebenso findet ein Bereichskulturfest statt. Wie damals üblich veranstalten die sogenannten KOG (Kooperationsgemeinschaft) Riethnordhausen und Eckstedt einen kultur-geistig-ökonomischen Leistungsvergleich. Der Chor eröffnet in Gebesee die Kreis- und Bezirksfilmwoche. Auch 1973 finden gut besuchte Veranstaltungen statt, so mit Künstlern aus Weimar, den „Vier Brummers“ und wie immer spielen Erfurter Kapellen zum Tanz auf.
Der Höhepunkt des Jahres war die 1100-Jahrfeier vom 24. bis 26. Mai 1974. Allerdings haben wir 2 Jahre zu früh die erste urkundliche Erwähnung des Ortes „Nordhusa“ gefeiert, da nach neuesten Erkenntnis der Historiker die Kopie der verlorenen gegangenen Urkunde aus dem 10. Jahrhundert das Datum 18. Mai 876 nennt. Teil der Veranstaltung war anlässlich des 100- jährigen Bestehens der FFW eine Bereichsübung, ein Umzug und ein abschließender Tanzabend. Am 26.05. findet der große Umzug zum Gemeindejubiläum statt. Kostüm- und Maskenbildner von den Städtischen Bühnen Erfurt „zauberten“ aus den Einwohnern echte Waidbauern, Händler, Landsknechte, napoleonische Soldaten und andere Gestalten. Gegen 15.00 Uhr setzt sich der große Festzug vom Dorfanfang in Bewegung. An der Spitze nach der Fanfarenmusikgruppe folgen ein Reiter mit einer Standarte und der Bürgermeister mit „Bratenrock“ sowie der Gemeindediener mit Ortsschelle. Mehr als 400 Teilnehmer gestalten die Bilder zur Entwicklung des Dorfes vom 9. Jahrhundert bis 1970 und tausende Zuschauer säumten die Straßen. Auf dem Festplatz zeigten anschließend unsere Kultur- und Sportgruppen und Kapellen ihre Darbietungen. Am 13.07. feiern die Kleingärtner ihr 10-jähriges Bestehen.
Höhepunkt des Jahres 1976 ist das umfangreiche Sport- und Kulturfest der BSG Traktor zum 50. Jubiläum des Bestehens. In diesem Jahr findet die Kirmes erstmalig im September statt. In der Schule gibt es 1977 zum ersten Mal Disco-Veranstaltungen. 1978 findet am 09. und 10.09. Gemeindeverbandsfestspiele mit mehr als 500 Besuchern zwischen den Gemeindeverbänden Stotternheim und Dachwig bzw. Fahner Höhe statt, welche gekonnt und heiter durch Ilona Schnürpel moderiert werden.
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- Geschrieben von: Dieter Domann
- Amtsblatt Nummer: 04/2010
Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am 22.02.2010 einstimmig, Frau Elisabeth Greyer zur Ehrenbürgerin der Gemeinde Riethnordhausen zu ernennen. Es wäre müßig, an dieser Stelle nochmals all die Verdienste von „Lisbeth“, wie sie von vielen Nurzenern liebevoll genannt wird, aufzählen zu wollen, da sie einfach stets da war, um in und für die Gemeinde zu helfen. Nicht zuletzt war die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes ein Beweis der hohen Wertschätzung ihres jahrelangen Engagements in der Seniorenarbeit der Gemeinde. Für die Zukunft ist Frau Greyer vor allem Gesundheit zu wünschen und weiterhin viel Spaß im Kreise der Senioren und ihrer Familie. Nochmals ein herzliches Dankeschön!
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- Geschrieben von: Dieter Domann
- Amtsblatt Nummer: 04/2010
Der GR erlebte im März eine ungewöhnliche Sitzung. Es galt die fällige Haushaltssatzung 2010 zu beschließen. Jedem Mitglied lag der Entwurf vor. Zunächst erläuterte der Kämmerer der VWG, Herr Jahn, die wichtigsten Passagen des Entwurfes. Zum ersten Mal begründete er die Kürzung der Gemeindeeinnahmen um 83.000 Euro. Zum Ersten zahlt das Land weniger Zuschuss (Krise) und die Gemeinde erhält weniger Steuereinnahmen und zum Zweiten werden Kreis- und Schulumlage erhöht. Weiterhin zahlt die Gemeinde mehr für FFw-Kameraden (Rente), Erzieherinnen u. a. m.
Bürgermeister Hieber wies darauf hin, dass bisher im Ort viel gebaut worden ist (Kita, DGZ, FFw-Gerätehaus usw.). So sollten wir die 150.000 Euro Investition, die uns zur Verfügung stehen, sinnvoll nutzen. Es gibt nachfolgende Varianten: 1. Die 150.000 Euro-Summe nicht überschreiten, auf notwendige Investitionen beschränken oder 2. oder aus dem Rücklagefonds Geld für weitere Projekte entnehmen oder 3. Kredite (Schulden) aufnehmen. Nach kurzer Diskussion kamen sie zu der einhelligen Meinung, die Investitionen 2010 nur auf 150.000 Euro beschränken, dass keine Kredite aufgenommen werden und auch aus dem Rücklagefonds kein Geld entnommen wird, denn die Haushaltslage wird in den nächsten Jahren nicht besser. Dadurch wird die Haushaltssatzung ausgeglichen.
Im Sonstigen: Die „ländlichen Wege“ sollen beschildert werden, am Alperstedter Weg will man eine Schranke anbringen, keine Windräder anbringen, die Kita erhält einen neuen stabilen Zaun u. a. m.
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- Geschrieben von: Dieter Domann
- Amtsblatt Nummer: 04/2010
Die nächste Blutspendeaktion findet am 30.04.10 statt.
Am 11. April 1945 - vor 65 Jahren besetzten Amerikaner unseren Ort.
Am 11. April 1945 wurde auch das KZ Buchenwald befreit.
Der Schwur der Überlebenden von Buchenwald: Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel!
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- Geschrieben von: Dieter Domann
- Amtsblatt Nummer: 04/2010
Wir erlebten wieder einmal mit Freude und Genuss die Liedertafel Tiefthal mit Chorgesang und Musik. Sie brachten musikalisch ein bisschen Schwung in den zaghaften Frühling. Unter der sicheren Leitung von Musikdirektor Manfred Jäckel erklangen vierstimmig 13 Lieder - von den Klassikern wie Bach und Beethoven, den Romantikern wie F. Schubert, C.M. von Weber und zeitgenössische Lieder. Besonders gefiel uns „Der Wald“ mit dem wunderbaren Echo-Effekt, der Lindenbaum und „Wenn Musik erklingt“. Die 30 Sänger - viele „ergraut“ - gaben ihr Bestes.
Wunderbar ergänzt wurde das Liederprogramm durch das Duo Ramona Weber-Harnisch mit der Flöte und Hans-Georg Kohlert am Klavier mit einprägsamen, lieblichen Weisen von Mozart und anderen Komponisten. Sie begleiteten auch einige Lieder. Durch das Programm führte Herr Helmut Staff und wünschte allen ein frohes Osterfest.
Wir bedanken uns recht herzlich bei den Sängern, Instrumentalisten und dem Dirigenten für ihre erfrischenden, aber auch nachdenklichen Liedern, die vielleicht helfen, den beginnenden Frühling intuitiver zu erfassen. Übrigens sei erwähnt, dass der Chor 2007 sein 150. Jubiläum gefeiert hatte. Mit starkem Beifall aller Gäste und dem Überreichen der traditionellen Blume endete das einstündige Konzert. Leider haben nur ein reichliches Dutzend Einheimische den Weg zur Kirche gefunden! Musik, vor allem unmittelbar, gehört mit zu unserem kulturellen Leben und trägt mit dazu bei, die Gemeinschaft zu erhalten und zu verbinden. Außerdem dient die Teilnahme auch zur Anerkennung der Leistungen für Sänger und Musikanten.
Nochmals herzlichen Dank für die wohltuende Frühlingsmusik.
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- Geschrieben von: Dieter Domann
- Amtsblatt Nummer: 04/2010
Wie jedes Jahr so leuchteten wieder die Flammen am Gründonnerstag auf dem Weinberg. Am zeitigen Nachmittag suchten Kinder emsig die versteckten Osterüberraschungen und fanden sie auch.
Währenddessen strömten Jung und Alt aus nah und fern zu Fuß oder per Auto zum gemütlichen Treff. Ein Sonderbus des Vereins brachte Gäste an das Feuer. Der Kirmes- und Trachtenverein hatte wie immer die Versorgung im Griff. Begehrt waren natürlich die leckeren Bratwürste, aber auch heiße Getränke waren gefragt, denn der zum Teil kräftige Wind brachte merkliche Kühle. Aber Glühwein und der abbrennende Holzstoß wärmte ein bisschen.
Mehr als 100 Männer, Frauen und Jugendliche standen in Gruppen und diskutierten „über Gott und die Welt“. Der begonnene Frühling hat erstes Grün und Blumen sprießen lassen. Jedoch der Winter hat noch nicht aufgegeben, er „dräut“ und hemmt ein bisschen das Erwachen der Natur. Doch sie wird siegen und auferstehen und ebenso den Menschen Mut machen, seine Kräfte für das Neue, das Kommende einzusetzen, zu hoffen, dass die bestehenden Unbilden verändert und beseitigt werden. Der Optimismus ist gefragt. Diese Jahreszeit ist „eine echte Auferstehung, ein Stück Unsterblichkeit.“ Im März erwachte die Natur, nun haben wir den launischen April und der liebliche Mai wird kommen.
PS.: Leider sind am Freitagmorgen „diebische Elstern eingeflogen“ und haben viele Bierkästen gestohlen - ein Schaden von über einhundert Euro!!